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NT Ersttrimester Screening 

Ein besonderes Angebot in der Ultraschall Diagnostik für Ihre Schwangerschaft.


unauffällige NT


auffällige NT

Eine seltene, doch für Sie und Ihr Kind schwerwiegende Erkrankung ist die so genannte Trisomie 21 (auch als Down-Syndrom oder Mongoloismus bekannt). Das Risiko, ein Kind mit einer Trisomie 21 zu bekommen, steigt mit dem Alter der Mutter an, kann aber auch schon bei jungen Frauen auftreten.

Eine Chorionzottenbiopsie (nach der 11 SSW) oder Fruchtwasser-Punktion (nach der 15 SSW) mit anschließender Untersuchung der Chromosomen Ihres Kindes ist bislang die einzige Methode, die den sicheren Nachweis einer Trisomie 21 ermöglicht. Diese Punktion ist jedoch mit einem –wenn auch geringen – Risiko verbunden, dass ein gesundes Kind geschädigt wird.

Bei der speziellen Ultraschalluntersuchung wird zunächst das exakte Schwangerschaftsalter durch Messung der Scheitel-Steiß Länge des Feten bestimmt. Anschließend die sog. Nackenfalte des Embryos (auch Nackentransparenz bzw. nuchal translucency oder NT genannt) gemessen. Diese Struktur tritt normalerweise bei fast jedem Kind in diesem Schwangerschaftszeitraum auf, beträgt im Durchschnitt 1 – 2 mm und entwickelt sich mit zunehmendem Schwangerschaftsalter wieder zurück. Ist jedoch diese Nackentransparenz größer als gewöhnlich (ab ca. 3 mm), so kann dies ein Zeichen auf das mögliche Vorliegen einer Chromosomenstörung beim Kind sein.

Damit nur Frauen mit einem erhöhten Risiko eine solche Fruchtwasser-Punktion erhalten, ist es seit Mitte der 90-er Jahre in der 12. bis 14. Schwangerschaftswoche möglich, durch die Ultraschallmessung der Nackentransparenz des Feten und eine zusätzliche Blutabnahme (Bestimmung von ß-HCG und PAPP-A) knapp 9 von 10 Trisomie-21-Kinder zu erkennen (85-90 %). Auch die Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) und die Trisomie 13 (Pätau-Syndrom), die zu starker Entwicklungsverzögerung, Fehlbildungen und hoher Sterblichkeit in den ersten Lebensjahren führen, werden erkannt.

Zusätzlich ermöglicht die Untersuchung eine frühzeitige Beurteilung der fetalen Organsysteme und ermöglicht so eine Abschätzung des Risikos für nicht chromosomale Anomalien wie Herzfehler, Zwerchfellhernien, Anomalien des zentralen Nervensystems sowie eine Reihe von besonderen Syndromen.

Unsere Praxis ist für die Durchführung der besonderen Ultraschalluntersuchung zertifiziert.
Nach Erhebung der persönlichen Daten (Alter, Gewicht und andere) sowie der gemessenen Nackentransparenz, werden die Daten zusammen mit den in einem ebenso zertifizierten Labor bestimmten Blutwerten in ein Computerprogramm eingegeben. So wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der Ihr Kind z.B. an einer Trisomie 21 erkrankt sein könnte.

Diese Berechnung bildet eine Grundlage für eine Beratung mit Ihnen (bzw. zusammen mit Ihrem Partner), bei der entschieden wird ab welchem Risiko in Ihrem persönlichen Fall eine weiterführende Untersuchung (zum Beispiel Chorionzottenbiopsie oder Amniozentese) sinnvoll erscheint und ob diese nach dem Ergebnis des oben genannten Tests für Sie zu empfehlen ist.